Loslassen – muss ich das?

by Viola
232 views

Loslassen, entrümpeln, sich minimalisieren – der neue Trend. Man ließt es überall: Weniger ist das neue Mehr! Ist es nur ein Trend, oder steckt vielleicht etwas viel Größeres dahinter? Zeigt sich hier etwa das kosmische Gesetz der Polarität? Eine Gegenbewegung zum Kaufrausch, Konsum, immer mehr haben wollen?

Eins musst du verstehen: Das Leben ist Veränderung. Alles ist in Bewegung. Wenn du im Fluss bist, wird alles leichter und geschmeidiger. Wenn du versuchst an etwas festzuhalten, verhärtest du dich innerlich energetisch. Hm, das klingt jetzt echt esoterisch. Aber achte mal darauf, wie du dich innerlich fühlst, wenn du das nächste Mal versuchst, dich an etwas zu klammern und dann schaust du, was passiert, wenn du dir ganz ruhig sagst: “Es ist ok.” Merkst du einen Unterschied?

Manches bewegt sich nur im ganz Kleinen, anderes ganz gewaltig. Wenn du etwas festhältst, ist das so, wie wenn du gegen den Strom schwimmst, gegen den Fluss des Lebens. Das kostet unglaublich viel Anstrengung und hält dich davon ab, “Ja” zum hier und jetzt zu sagen. “Ja” zum Moment, “Ja” zu dem, was jetzt gerade ist.

Wenn du zurück blickst auf dein Leben und dich fragst: “Was hat mein Leben reich gemacht?” – was kommt dir als erstes in den Sinn? Schreib es auf, jetzt sofort. Irgendwo auf ein Stück Papier.

So sieht das bei mir aus 😉

Was macht dich wirklich glücklich? Ich meine dauerhaft glücklich?

Allzu oft verknüpfen wir unseren Besitz mit Erinnerungen an zurück liegende Erlebnisse. Dann wird der Kühlschrankmagnet auf einmal zum wichtigsten Andenken an den Urlaub hochstilisiert, weil wir glauben, wir würden ihn ohne den Magneten vergessen. Es ist die Angst, zu vergessen. Die Angst, verzichten zu müssen, die Angst, loslassen zu müssen. Denn loslassen bedeutet Abschied nehmen. Schmerz. Letzten Endes ist auch das Sterben ein Prozess des Loslassens. Doch du musst dich von der Erinnerung und all den Erlebnissen nicht trennen. All die Erinnerungen begleiten uns so oder so, ob wir nun den Magneten am Kühlschrank pinnen haben oder nicht. Natürlich macht Besitz auch glücklich, keine Frage. Doch wieviel darf es sein, damit er nicht zur Last wird?

Diese Frage kannst nur du allein beantworten, denn sie ist so individuell wie wir alle nun mal sind. Wenn du Mühe hast, herauszufinden, oder auch zu bestimmen, welche Sachen du tatsächlich gerne hast und was dir wirklich wichtig ist, kannst du relativ einfach erkennen: Wenn du mal nicht zu Hause oder am besten im Urlaub bist, kannst du überlegen und aufschreiben, was dir in den Sinn kommt, wenn du an dein Zuhause denkst. Diese Dinge sind all jene, die dir im Bewusstsein sind. Sowohl positiv, als auch negativ. Alles, was dich zum Seufzen bringt oder dir Unbehagen bereitet, kannst du getrost gehen lassen, loslassen, es sei denn, du benötigst es tatsächlich noch. Ebenso im Prinzip alles, was dir nicht in den Sinn kommt. Und ganz besonders alles, von dem du gar nicht mehr wusstest, dass du es überhaupt hast.

Loslassen hat ganz viel damit zutun, was du denkst.

Die meisten Menschen denken beim Thema loslassen zwei Dinge:

  1. Sie sind davon überzeugt, dass loslassen schwer ist. Wenn du wüsstest, wie leicht es ist, würdest lachen. Ganz ehrlich! Ich will dich nicht veräppeln, sondern dir lediglich die Angst nehmen.
  2. Sie sehen nicht, wie sie sich belasten und letztendlich schaden, indem sie nicht loslassen, obwohl ihre innere Stimme schon längst sagt: Lass es gehen.

Probier es einfach aus. Fang einfach an. Es ist leichter als du denkst und ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Erfolg dabei!

Hast du Fragen? Brauchst du einen Tip? Schreibe mir einfach eine Nachricht oder hinterlassen einen Kommentar – ich würde mich sehr freuen!

Bildquellen

  • was_mein_Leben_reicher_macht: Bildrechte bei Viola Happywithless
0 comment
0

Leave a Comment

Das könnte dich auch interessieren